5.9.2022

Gespräch mit
Father Leonard
in Vellakulam, Südindien

Beim Fairen Frühstück am 3. September haben wir live mit Father Leonard über die Situation der Familien und Schüler*innen in der Vidiyalgemeinschaft, Vellakulam gesprochen.
Weil die Corona-Pandemie viele Familien in Indien in die Armut getrieben hat, und sie als Folge davon das Schulgeld nicht mehr bezahlen können, hat sich die Vidiyalgemeinschaft dazu entschlossen, den Kindern der lokalen Chirumalar School den Schulbesuch trotzdem zu ermöglichen. 

Daher muss die Finanzierung der Gehälter der Lehrer*innen über andere Schienen erfolgen, eine davon ist das Projekt „Fünf Euro für die Bildung“: Fünf Euro pro Monat sichern einen Unterrichtstag pro Monat in einer Klasse. 

Die Spenden unserer Kund*innen für dieses Faire Frühstück kommen diesem Projekt zugute - sie ermöglichen zwei Monatsgehälter von Lehrkräften. Herzlichen Dank!

11.06.2022

Radeln für faire Beschaffung

Thomas Wackerlig radelt bereits zum zweiten Mal für FAIRTRADE Österreich auf einem E-Lastenbike von „Radland NÖ“ durch die niederösterreichischen FAIRTRADE-Gemeinden, heuer hat er auch bei uns in Horn einen Stopp eingelegt, worüber wir uns sehr gefreut haben.

Bei dieser Radtour geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die FAIRTRADE-Gemeinden zur richten und über Aktuelles bei FAIRTRADE zu informieren. Mittlerweile gibt es 100 FAIRTRADE-Gemeinden in Niederösterreich, Horn ist seit 2013 mit dabei und Drosendorf seit kurzem.

Für Gemeinden gibt es verschiedene Möglichkeiten, sozial-faire Verantwortung in ihren Beschaffungsvorgängen zu übernehmen und zum Beispiel Kaffee, Tee, Schokolade, Bananen und Orangensaft aus Fairem Handel zu kaufen.
Unser Bürgermeister trinkt bereits fair gehandelten Kaffee aus dem Weltladen in seinem Büro im Rathaus.

18.05.2022

Offener Brief an unseren neuen Landwirtschaftsminister

Fairer Handel steht für faire Preise, Schutz von Menschen und Natur und menschenwürdige Arbeitsbedingungen im Globalen Süden.
Die Einhaltung dieser Grundsätze ist leider auch in Österreich und Europa nicht immer selbstverständlich, daher unterstützen die österreichischen Weltläden dieses starke Zeichen der Zivilgesellschaft und richten gemeinsam mit 51 Organisationen folgenden Appell an unseren neuen Landwirtschaftsminister:

  • Nutzen Sie Ihre Funktion als Minister, um sich in Österreich und der EU für eine ökologische, frauen- und familienfreundliche, sozial gerechte, tierfreundliche und klimafeste Landwirtschaft einzusetzen, die auch den Bedürfnissen zukünftiger Generationen gerecht werden kann! Faire Preise und gesicherte Einkommen für Bauern und Bäuerinnen sind nur mit und nicht gegen diese Ziele möglich.
  • Machen Sie sich dafür stark...

18.04.2022

Fashion Revolution Day:
Wer stellt meine Kleidung her?

Wussten Sie, dass am 24. April 2013 das Rana Plaza Gebäude in Bangladesch einstürzte?
Damals starben 1.138 Menschen und weitere 2.500 Menschen wurden teils schwer verletzt.
In dieser Fabrik wurden Textilien für international bekannte Marken produziert.
Bangladesch ist nicht das einzige Land, in dem unfaire Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen auf der Tagesordnung stehen. Auch Menschen in der Textilproduktion in anderen Ländern leiden darunter.

Seit diesem Unglück wird der 24. April als "Fashion Revolution Day" dafür genutzt, darauf hinzuweisen, dass Arbeitsrechte und Sicherheitsstandards in der Textilproduktion eingehalten werden müssen und Mode nicht auf Kosten von Menschen und Umwelt produziert werden darf.

23.02.2022

Lieferkettengesetz
Was ist das? 

Viele Waren, bzw. ihre Bestandteile, werden im Globalen Süden hergestellt.
Dort werden Menschenrechtsverletzungen wie z.B. ausbeuterische Kinderarbeit und Umweltzerstörung von Unternehmen vielfach in Kauf genommen, um möglichst hohe Gewinne zu erzielen.

Ein wirksames Lieferkettengesetz unterbindet rücksichtsloses Wirtschaften, indem es Unternehmen dazu verpflichtet, Menschenrechte einzuhalten und Umweltschutz zu gewährleisten, bzw. rechtliche Schritte bei Nichteinhaltung ermöglicht.

Es geht auch anders:
Die Einhaltung von Menschenrechten und der Schutz von Umwelt sind in den Kriterien des Fairen Handels verankert

31.01.2022

Kindern Zukunft ermöglichen

Ungerechte Verhältnisse wie z.B. Löhne unter dem Existenzminimum in der Landwirtschaft führen dazu, dass Kinder in einem Ausmaß am Familieneinkommen mitwirken müssen, das u.a. ihren Schulbesuch unmöglich macht. (Diese Kinder haben auch keine Zeit zu spielen oder für andere Aktivitäten, die für ihre Entwicklung wichtig wären.)
Produktions- und Handelsstrukturen mit Löhnen, die mehr als das Lebensnotwendige abdecken, sichern menschenwürdige Zukunftsperspektiven - auch in Form von Schulbildung.

Der Genuss von fair gehandelten Mangoprodukten aus biologisch kultivierten philippinischen Mangos aus dem Weltladen verspricht nicht nur exotisch-fruchtigen Geschmack: Er ist auch ein Schritt zur Beseitigung von Ungerechtigkeit.

Auch Kinder haben Rechte!
Recht auf Bildung
Recht auf Freizeit
Recht auf Familie
...

09.11.2021

Katharina Rogenhofer zu Gast

"Ändert sich nichts, ändert sich alles": Deutlicher kann es nicht gesagt werden - und Katharina Rogenhofer nimmt sich bezüglich Klimakrise kein Blatt vor den Mund.
Die Zoologin und Nachhaltigkeits- und Umweltmanagerin hat "Fridays For Future" nach Österreich gebracht und ist Sprecherin des erfolgreichen Klimavolksbegehrens.
Mit beeindruckendem Faktenwissen zur Klimakrise warnt sie deutlich, gibt aber auch Hoffnung unter der Voraussetzung, dass wir JETZT handeln.

In Horn war Frau Rogenhofer im Herbst 2021 auf Einladung des Vereins Weltladen Horn in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Horn, der Evangelischen Pfarrgemeinde Horn-Zwettl, der NÖ Versicherung und Parents For Future Waldviertel. Mit viel Glück konnte die Veranstaltung in einer ruhigeren Coronaphase stattfinden.

Von der Klimakrise am stärksten betroffen sind (noch in erster Linie) die Menschen im Globalen Süden, also auch unsere Projektpartner*innen, obwohl sie am wenigsten dazu beitragen. Sie sind vielfach internationalen Konzernen und deren ausbeuterischen Praktiken ausgeliefert. Diese Firmen tragen wesentlich zur Klimakrise bei.

Es geht auch anders!
Fairer Handel fördert kleinbäuerliche Kooperativen mit biologischem, subsistenzorientiertem Landbau (z.B. werden zusätzlich zu Kaffee, der zum Verkauf bestimmt ist, auch Lebensmittel für den täglichen Eigenbedarf angebaut) und Werkstätten, die in traditionellen Techniken und unter Verwendung von lokal verfügbaren, natürlichen Materialien Kunsthandwerk produzieren.
Unsere Projektpartner*innen leisten aktive, regional spürbare, ressourcenschonende Beiträge, der Klimakrise entgegenzuwirken.